Tape storage technology


DDS

DDS steht für "Digital Data Storage. Das Band hat eine Breite von 4mm. Die Aufzeichnung erfolgt im Schrägspur Verfahren.
Wird heute z.B. von Seagate, HP und Sony verkauft.

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Bandführung bei DDS

DDS ist technisch von DAT (Digital Audio Tape) abgeleitet so wie D/CAS von der Audiokasette und D8 von 8mm Video. DDS verwendet daher wie DAT einen Umschlingungswinkel von 45 Grad, d.h. das Band berührt die Trommel auf einem Viertel ihres Umfangs. Der Unterschied zwischen DAT und DDS1 liegt in der Verwendung von 4 statt 2 Köpfen zur Hinterbandkontrolle sowie einer verbesserten Fehlerkorrektur. Neuere Versionen DDS2, DDS3 und DDS4 verwenden dünneres Band und höhere Geschwindigkeiten für Band und Kopftrommel.

DDS verwendet wie DAT zum Lesen und Schreiben immer 2 gegenüberliegende Köpfe. Die anderen beiden dienen wie gesagt der Hinterbandkontrolle und sind nicht zwingend erforderlich - ich betrachte sie deswegen hier als nicht vorhanden. Es ist offensichtlich, daß mit 2 Köpfen und 45 Grad Umschlingungswinkel kein kontinuierliches Lesen bzw. Schreiben möglich ist. Es werden daher immer eine Viertelumdrehung der Trommel Daten mit doppelter Durchschnittsgeschwindigkeit gelesen bzw. geschrieben und dann eine Viertelumdrehung gar keine. Dann bekommt der andere Kopf Bandkontakt und bearbeitet einen neuen Track nach dem selben Muster bis eine komplette Trommelumdrehung abgeschlossen ist. Die Daten müssen daher in einem Dual-Port RAM zwischengespeichert werden.

Manche DDS Laufwerke (seit DDS2 praktisch alle) unterstützen Hardware Kompression nach einem genormten Verfahren, d.h. Bänder mit komprimierten Daten sind zwischen Laufwerken verschiedener Hersteller austauschbar.

DDS hat einen schlechten Ruf. DDS1 Laufwerke von HP sind z.B. sehr unzuverlässig. Es gibt aber auch welche die funktionieren!

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DDS3 Cartridge (Rückansicht)

Auf der Unterseite des Cartridges sind unten verschiedene Löcher erkennbar. Daran erkennt das Laufwerk den Medientyp und den Status des Schreibschutzes (weisses Loch) - beim Einlegen eines Reinigungsmediums wird der Reinigungsvorgang z.B. automatisch gestartet, da das Laufwerk an der Löchern erkennt, daß es gereinigt werden soll.


Formate:

Datum   Format   Trommeldrehzahl   Codierung   Kapazität 
--------------------------------------------------------
1989    DDS1     2000RPM           ?           1.3GiByte (60m)
                                               2GiByte (90m)
1993    DDS2     ?                 ?           4iByte (120m)
1995    DDS3     ?                 PRML        12GiByte (125m)
1999    DDS4     ?                 PRML        20GiByte (150m)
2003    DAT72    10000RPM          ?           36GiByte (170m)
      

Legende:
ftpi: Flux Transitions Per Inch (Flusswechsel pro Zoll)
PRML: Siehe Codierungen


Beispiellaufwerke:
HP 35480 [DDS1, 150KiByte/s, SCSI]
Sony SDT-9000 [DDS3, 1MiByte/s, SCSI]
Seagate CD72LW [DAT72, 3MiByte/s, SCSI]


Verwendete Interfaces:
SCSI



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